Typische Begriffe aus der Welt des Junk Journalings kurz erklärt
Wenn du neu bist im Junk Journaling, begegnen dir wahrscheinlich immer wieder Begriffe, die dich etwas ratlos machen. Keine Sorge, uns allen ging es am Anfang so. Mit diesem Artikel möchte ich ein bisschen Licht in den Junk Journal-Begriffe-Dschungel bringen.
Belly Band
Ein Belly Band ist ein fester Papier- oder Stoffstreifen, der senkrecht oder waagerecht an seinen beiden äußeren Enden ins Journal geklebt oder genäht wird. Dahinter lassen sich wunderbar Journalingkarten oder einfach schöne Papiere verstauen.
Du kannst ein Belly Band aus einem einfachen Stück Scrapbooking-Papier gestalten oder verschiedene Schichten und Texturen kombinieren, z. B. auf das Papier ein schönes Spitzenband mit einem Vintage Knopf kleben.
Ein Belly Band dient somit als interaktives Gestaltungselement, hat aber auch einen praktischen Nutzen für die Verstauung von zusätzlichen Journalingseiten.
Ephemera
Wahrscheinlich einer der häufigsten Begriffe, der dir im Junk Journaling begegnet.
Ursprünglich bezeichnet es alltägliche Papiere, die nur einmal benutzt werden und danach ihren Zweck erfüllt haben, z. B. Fahrkahrten, Quittungen oder Briefmarken.
In der Junk Journaling Community sind damit vor allem kleinere Papierstücke gemeint, die du zur Verschönerung deines Junk Journals nutzen kannst. Dazu gehören zum Beispiel Tickets, Fotos, Spielkarten oder Umschläge. Du kannst sie in deinem Alltag sammeln oder in Form von Papier-Sets kaufen. Eine weitere Möglichkeit ist, Ephemera wie Journal-Taschen oder fiktive Postkarten selbst herzustellen.
Journaling Card
Hierfür wird oft auch die deutsche Bezeichnung Journalingkarte verwendet. Okay, ehrlicherweise müsste es Tagebuch- oder Schreibkarte heißen, das habe ich allerdings noch nirgendwo gehört.
Im Wesentlichen besteht eine Journaling Card aus einer festen, schön gestalteten Vorderseite und einer einfarbigen, dezenten Rückseite, die Platz zum Schreiben bietet. Sie kann nahezu so groß sein wie dein Journal, typische Formate sind jedoch DIN A6 oder DIN A7. Du kannst sie von Grund auf neu gestalten oder du verwendest bspw. eine unbeschriebene Postkarte, deren Motiv dir gefällt. Wenn die Postkarte bereits beschrieben ist, kannst du sie sehr einfach upcyclen, indem du ein ungemustertes Papier oder ein Papier mit einem dezenten Motiv auf die Rückseite klebst. Und schon hast du wieder ein interaktives Element in deinem Journal und zusätzlichen Platz zum Schreiben.
Dieser Begriff ist wahrscheinlich am einfachsten zu verstehen. Es handelt sich um eine Tasche für dein Journal. Junk Journals leben von interaktiven Elementen: So kannst du in der Tasche kleine Sprüche, Alltagsfundstücke, Sticker oder Papiere für die weitere Gestaltung deines Journals verstauen.
Die einfachste Form ist ein Quadrat aus festem Papier, dass du an 2-3 Seiten in dein Journal klebst. Achte darauf, den Kleber möglichst dünn aufzutragen, damit dir möglichst wenig Platz im inneren der Tasche verloren geht. Wo du die Öffnung lässt, ist dir überlassen: Links, rechts, oben, unten - alles ist möglich. Du kannst die Tasche in die Mitte deiner Seite kleben oder in eine Ecke.
Wenn dir diese Variante zu simpel ist, findest du im folgenden Video von Joie de fi weitere Anregungen für die unterschiedlichsten Designs von Taschen für dein Journal.
Signatur (Lage)
Im deutschen Buchbindehandwerk heißt es eigentlich Lage. Durch die stark englisch geprägte Junk Journaling-Welt hat sich jedoch der eingedeutschte Begriff Signatur (Englisch: signature) durchgesetzt.
Eine Lage besteht aus mehreren in der Mitte gefalteten Papierbögen, in der Regel 8-12 Bögen (je nach Papierstärke und Verwendungszweck des Journals). Wenn du vorhast, viele Collagen und Taschen mit Fundstücken in dein Journal zu kleben, verwendest du etwas weniger Bögen pro Signatur. Wenn du dein Journal allerdings hauptsächlich zum Schreiben nutzen möchtest, können es ruhig auch mehr Seiten sein. 12 Papierbögen ergeben zum Beispiel 24 Seiten bzw. 48 Vorder- und Rückseiten.
Die gebündelten Papierbögen (Signatur bzw. Lage) werden meistens von Hand in den Bucheinband, oft auch als Cover bezeichnet, eingenäht. Ein Junk Journal besteht typischerweise aus 1-5 Signaturen.
Tag
Bestimmt kennst du die typische Form von Anhängern für Reisegepäck: Sie sind rechteckig, aber die beiden oberen Ecken sind gleichmäßig abgeschnitten, und sie haben oben ein kleines Loch, durch das ein Band gezogen wird, zur Befestigung am Gepäck. Das ist die klassische Tag Form, die wir auch im Junk Journaling verwenden. Wozu fragst du dich? Um dein Journal mit einem weiteren, spielerischen Element zu ergänzen und noch ein bisschen mehr Schreibfläche zu kreieren. Klar, es passt nicht sooo viel Text darauf - obwohl du natürlich auch Anhänger in Journal-Größe erstellen kannst - aber es bietet den idealen Platz für z. B. einen Spruch, an den du dich erinnern möchtest, oder für ein besonderes Foto. Bei der Gestaltung hast du wieder alle Möglichkeiten.
Meine handgebundenen Junk Journals sind meistens mit wenigen dieser Elemente ausgestattet, damit du dich selbst möglichst frei kreativ austoben und es zu deinem ganz persönlichen Journal machen kannst.
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