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Markteinsichten

Einblicke hinter die Kulissen meiner diesjährigen Kunsthandwerkermärkte
18 septembre 2026 par
Blätterwerk, Therese Jacobs
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Für mich neigt sich die Saison der Kunsthandwerkermärkte dem Ende entgegen. Zeit sie Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen.

Dieses Jahr war ich vor allem im Süden von Bayern auf Märkten unterwegs: Zu Ostern in Schwangau, zum Geburtstag von König Ludwig II. in Füssen und zuletzt in Aichach am Sisi Schloss. 

Inhaberin von Blätterwerk, Therese, auf dem Kunsthandwerkermarkt in Füssen vor ihrem Marktstand mit Junk Journals.

Es hat sich zwar nicht immer finanziell ausgezahlt, dafür war ich an einigen der schönsten Orte Bayerns. Solche Arbeits-umgebungen - mit Blick auf Schloss Neuschwanstein und in die Berge - habe ich auch nicht alle Tage. So konnte ich es auch ein bisschen als Urlaub verbuchen und bin dankbar für die Erfahrungen, die  ich sammeln durfte.

Auf den Märkten treffe ich unter den Händlern viele Gleichgesinnte: Menschen, die Handarbeit, Qualität, Kooperation und Nachhaltigkeit ebenso wie ich in den Mittelpunkt stellen. Inzwischen sehe ich sogar ab und zu bereits bekannte Gesichter. Der Austausch untereinander ist mir sehr wichtig: Wir geben uns gegenseitig Business-Tipps und haben eine nette Zeit miteinander an den Markttagen. Das schweißt zusammen und fühlt sich weniger nach Arbeit an.

So ein Markt-Wochenende kann ganz schön anstrengend sein. Wenn der Markt weit weg ist, reisen mein Freund und ich bereits am Vortag an. Das entzerrt das Ganze etwas. Für den Markt in Aichach, das nur ca. 40 min. mit dem Auto von Dachau entfernt liegt, haben wir uns Samstag früh um 6.30 Uhr auf den Weg gemacht. Auch wenn der Markt in der Regel erst gegen 10-11 Uhr beginnt, brauchen wir Puffer für eventuelle Staus und Zeit für den Aufbau des Pavillons und Marktstands. Wenn alles ansprechend aussieht, stehen wir 7-8 Stunden und sind immer auf Abruf für Kundenanfragen. Manchmal quassel' ich eine Stunde lang durch, wenn sich viele Leute im Pavillon versammeln.

Handgemachte Produkte aus Papier, z.B. Lesezeichen, Geschenkanhänger, Postkarte, von Blätterwerk

Auch wenn ich eher introvertiert bin, macht mir dieser Teil tatsächlich am meisten Spaß: Mit den Kund:innen ins Gespräch kommen, herausfinden, was sie suchen, aus welcher kreativen Richtung sie eventuell kommen und was sie begeistert. Bisher habe ich auch ausschließlich positives bzw. konstruktives Feedback erhalten. 

Der letzte Markt in Aichach am ersten Septemberwochenende hat sich tatsächlich auch finanziell für mich gelohnt. Das motiviert mich sehr weiterzumachen! Ich werde natürlich weitere Kunsthandwerkermärkte ausprobieren, zukünftig verstärkt im Raum Dachau und München. Ich brauche noch ein bisschen Zeit, um verlässliche Erfahrungen zu sammeln. Ganz missen möchte ich die Märkte auf jeden Fall nicht, da ich so gern mit meinen Kund:innen spreche und erfahre, was sie mögen und bewegt!

Was sind deine Erfahrungen mit Kunsthandwerkermärkten (als Händler:in und/oder Besucher:in)? Schreib' es gern in die Kommentare.


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